Meine Lieben, kaum zu glauben, seit meinem letzten Blog Artikel sind nun fast 5 Monate vergangen und hinter mir liegt eine Zeit, welche ich am besten in drei Worten beschreiben kann: Loslassen, Neubeginn und Vorfreude.

Als ich Mitte Juli 2017, mit meinen persönlichen Worten, in einem Blog Artikel, meine Schwangerschaft mit euch geteilt habe, hatte ich gemischte Gefühle. Ich wusste nicht, wie meine Umgebung, direkt hier im Pinzgau, aber auch mein Gemeinde rund um meine Social Media Kanäle auf diese Nachricht reagieren würde. Doch was dann folgte, hätte ich mir niemals gedacht!

Es erreichte mich eine "Flut" von herzlichen, lieben, aufmunternden und rührenden Kommentaren, Briefen, Nachrichten und Anrufen. Und in diesem Momenten wusste ich,  JA- ich darf wieder glücklich werden und mich gemeinsam mit euch, über die wunderbare Nachricht der Schwangerschaft freuen. Vielen Dank für eure schöne Anteilnahme. 

 

Für Rosalie

Seit nun über neun Monaten habe ich dich, mein Mädchen in meinem Bauch getragen und es liegt eine turbulente und aufregende Zeit hinter uns. Gleich zu Beginn habe ich begonnen, ganz viele Ratgeber, über das Thema Schwangerschaft zu lesen - schließlich wollte ich ab nun alles "richtig" machen und dir einen guten Start in dieses Leben geben. Immer wieder tauchten Sätze auf, wie "Vermeiden Sie Stress" oder "Machen Sie es ihrem Baby und sich, so ruhig und stressfrei, wie möglich" in den Büchern auf. Hmmm- ja, diese Vorsätze waren allerdings viel leichter gesagt, als getan, denn in den kommenden Monaten kamen noch sehr viele unerwartete Dinge auf mich und deinen Daddy zu.

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Danke

für deine wundervolle Unterstützung in diesen harten Monaten!

 

Kurz vor unserem Urlaub Ende Juli erreichte uns eine Nachricht, welche uns Alle, Freunde, Familie und mein Team komplett schockiert hat und viele Steine ins Rollen brachte. Unsere Lebenskarten wurden zu diesem Zeitpunkt völlig durcheinander gewirbelt und komplett neu gemischt.  Es war eine Nachricht, die uns deshalb mit soviel Schmerzen erfüllt hat, weil wir uns völlig hintergangen gefühlt haben, Loyalität, mir und meinem Mirabell Plummer Team gegenüber gab es nicht mehr und die neuen Konstellationen waren kaum zu glauben. Noch schlimmer aber war, dass uns diese Nachricht  überbracht wurde, als wäre es "das Normalste" der Welt, so als ob ich mir zu meinen Kaffee einen kleinen Keks gönne und auch erst nach dem wir es eh schon lange wussten und es keinen Weg mehr zurück gab, denn die Tatsache lag am Tisch.

Doch wie es nun einmal so ist im Leben (und das ist auch gut so) gibt es zu jedem Thema verschiedene Meinungen und Ansichten, welche auch oft den wahren Charakter eines Menschen zeigen und auch uns gezeigt haben, wer zu uns steht und wem wir noch vertrauen können. Rückblickend kann ich sagen, dass es sehr schmerzhaft war, geglaubte treue Weggefährten, im privaten Bereich, wie auch im beruflichen Umfeld, zu verlieren und doch hat der Prozess des Loslassens, in mir, für ein Umdenken gesorgt und auch frei gemacht, frei von Oberflächlichkeiten und gefüllt von dem ehrlichen Wunsch unsere kleine Familie "vorurteilsfrei" zu gründen.  Diese Zeit war bestimmt auch im Bauch für dich ganz aufregend, weil kein Tag dem Anderen glich und ich mich täglich neu orientieren musste um alle Ereignisse und Nachrichten, für mich richtig einzuordnen, um weiter Entscheidungen zu treffen.

Doch zwischen dem ganzen Chaos durften dein Daddy und ich noch einen wunderschönen Urlaub in Spanien genießen. Gemeinsam mit deiner Oma und deinem Opa, Bruni und Peter, deinem Onkel Florian, deiner Taufpatin Maggie und ihrem Freund Dominik gings nach Barcelona um den 60. Geburtstag von deinem Opa zu feiern. Die Tage am Meer waren so wunderschön und auch die Stadt Barcelona hatte sehr viel Sehenswertes zu bieten. In einem kleinen Laden haben wir das Barcelona Schild gekauft, das in deinem Zimmer hängt.

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Familie

Ich bin sehr dankbar für meine wundervolle Familie. Meine Liebsten sind die Buntstifte in einer Welt voller Bleistifte.

(Sorry Dominik, aber einer muss immer der Fotograf sein :-)  )

Nach diesen wunderbaren Tagen mit der Familie sind wir drei weiter geflogen auf die Insel Gran Canaria. Es war so schön, denn nun konnten wir unsere "Dreisamkeit" endlich in vollen Zügen genießen. Wir haben es uns richtig gut gehen lassen, haben fein gegessen und die Sonnenstrahlen haben unseren ganzen Körper durchflutet. Deine Daddy hat zu diesem Zeitpunkt immer schon meinen Bauch gestreichelt und dir zugeflüstert, wie sehr er sich auf dich freut! Er hat sich so liebevoll um uns gekümmert und hat mir jeden Wunsch von den Augen abgelesen.

In diesen wunderschönen zwei Wochen konnten wir all unsere Kräfte sammeln und waren nun gerüstet für alles was noch so daher kommen würde, in der Heimat. :-) 

Die nächste Hiobsbotschaft ließ auch nicht lange auf sich warten. Zwei weitere große Prüfungen standen an - nun gut. Da wir ja nun schon hart im Nehmen waren, beschloßen wir, auch diese zwei Tatsachen mit Bedacht zu lösen. Mann, das waren vielleicht Laufereien, alles zusammen zu sammeln, doch viel Schlimmer war der nervliche Druck, da sich alles so in die Länge zog.  Doch dazwischen nutzten wir jede freie Minute, die wir hatten, um uns auf dich vorzubereiten. Besonders viel Spaß hatten wir an der Einrichtung deines Kinderzimmers und deiner zukünftigen Garderobe. Denn vielleicht hast du später auch mal so viel Freude an der Mode, wie ich es habe. :-) Deine Oma und ich haben für dich gestrickt und genäht und dein Papa hat sogar schon ein eigenes Wappen für dich designed und sticken lassen - es ist wunderschön geworden.

Dein Papa hat in diesem Sommer einen neuen Job begonnen als Creative-Director in einer großen Firma in München, doch schon bald war uns klar, dass wir dir mehr Aufmerksamkeit widmen möchten und ich, deine Mama auch nicht mehr so leistungsfähig war, wie früher. Deshalb beschlossen wir, Mirabell Plummer - unsere Modefirma zu einem Familienunternehmen umzuwandeln. Ich wollte deinem Daddy ab Oktober alles zeigen und lernen, was für die nächsten Monate und Jahre, während wir zwei unseren Mutterschutz und unsere Karenz Zeit daheim genießen, wichtig wäre. Doch dazu kam es leider nicht, weil ich von einem Tag auf den Anderen nicht mehr arbeiten durfte. Mein Frauenarzt verschrieb mir Ruhe, Ruhe, Ruhe.  Nun gut, das war wieder eine neue Situation für uns, deine Eltern. Dein Papa wurde ins kalte Wasser gestoßen und wir zwei haben es uns daheim so richtig gemütlich gemacht. Wann immer es uns möglich war haben wir die warmen Herbsttage genützt um die Natur zu genießen. Ein besonderes Highlight war dann auch noch unser Urlaub nach Südtirol, den mir dein Papa zum Geburtstag geschenkt hat.

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"Lebe in deiner

eigenen Welt! Dort wo Menschen Lachgas statt Sauerstoff atmen, Einhörner über Regenbogen hüpfen und es Schokoladenfondue zum Abendessen gibt.“

 

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich ja schon 17 Kilo zugenommen und ich musste mir ständig neue Kleider kaufen und nähen. :-) In dem Hotel in Kastelruth gab es einen wunderbaren Wellness- Bereich und wir zwei haben es sehr genossen, dass wir mal nicht so schwer waren, sondern haben uns einfach im Wasser treiben lassen. 

Heute ist der 1. Dezember und ehrlich gesagt, wundere ich mich schon ein bisschen, dass ich dich noch nicht in den Armen halten darf, meine Kleine. Bis zu deinem errechneten Geburtstermin sind es zwar noch ein paar Tage, allerdings war ich mir sicher, dass du ein November-Baby werden würdest. 

Inzwischen habe ich stolze 20 Kilo zugenommen und kann leider im Moment nur noch das Nötigste, im Haus, erledigen, da ich an einer Beckenlockerung leide. In ein paar Minuten werden aber deine Oma und deine Tante bei der Türe herein spazieren, denn sie besuchen uns die nächsten Tage, ich gfrei mich schon riesig auf sie.

Rosalie mein Herz, komm bald zu uns, denn wir erwarten dich schon alle sehnsüchtigst, in Liebe, deine Mama

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PS: Danke liebe Nina Uhl, dass du uns mit deiner Kamera immer ins beste Licht rückst, wir lieben deine Fotos! 

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